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Watt für ein Erlebnis

Weltweit einzigartig ist die Naturlandschaft, die die Insel Pellworm umgibt. 

An der Grenze zwischen Festland und offener See liegt das Wattenmeer – eine faszinierende Landschaft, die es in dieser zusammenhängenden Größe kein zweites Mal auf der Erde gibt.
 
Über rund 7.500 Quadratkilometer erstreckt sich das Wattenmeer vom dänischen Esbjerg, über die Westküste Schleswig-Holsteins bis hin nach Den Helder in den Niederlanden.
 
Zum Schutz dieser sensiblen Landschaft wurde 1985 das schleswig-holsteinische Wattenmeer zum Nationalpark erklärt. Und mitten im Herzen des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer liegt die grüne Insel Pellworm.
 
Zugvögel im Wattenmeer
Das Wattenmeer mit seinem unerschöpflichen Nahrungsreichtum, seiner Weite und Ungestörtheit ist die zentrale Drehscheibe des ostatlantischen Zugweges. Diese Vogelflugroute führt entlang der afrikanischen Atlantikküste und der Iberischen Halbinsel ins Wattenmeer.
Jedes Jahr nutzen 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer zur Nahrungsaufnahme. Sie kommen nach einer langen Flugstrecke ausgehungert im Wattenmeer an und sammeln hier Kräfte für den Weiterflug.
 
Besonders in der Zeit von April/Mai und August/September lassen sich riesige Vogelschwärme beobachten: Ringelgänse, Knutts, Pfuhlschnepfe oder Kiebitzregenpfeifer fliegen traumhaft schöne Formationen über dem Wattenmeer. 
 
Ebbe und Flut
Den steten Wechsel zwischen Hochwasser (Flut) und Niedrigwasser (Ebbe) nennt man die Gezeiten oder die Tiden. Eine Tide schließt beide Vorgänge ein und dauert rund 12 Stunden –
sechs Stunden kommt das Wasser und sechs Stunden fließt es wieder ab.
 
Die Ebbe setzt ein
Zunächst nicht sichtbar setzt die Ebbe ein – ganz allmählich sinkt der Wasserstand und gibt den Meeresboden frei.
Der Schlick glänzt in der Sonne und lockt zu einem ersten Spaziergang ins Watt. Aber nicht nur den Wattwanderer lockt es hinaus – dem ablaufenden Wasser hinterher laufen unzählige Vögel auf der Suche nach Nahrung. Ob Austernfischer, Silbermöwen, Sandregenpfeifer oder Alpenstrandläufer – für alle ist der Tisch reich gedeckt.
 
Wattwandern
Unter kundiger Leitung eines Wattführers kann man sich jetzt gefahrlos auf eine Erlebnistour in die Welt der Muscheln, Wattwürmer oder Strandkrabben begeben.
 
Ein beliebtes Ziel für einen Ausflug ins Wattenmeer ist zum Beispiel ein Besuch auf der kleinen Hallig Süderoog. Der Halligpostbote nimmt gern Gruppen mit hinüber. In einer Tide geht es hin und zurück. Auf der Hallig erwartet die Gäste ein leckerer Zitronenkuchen und eine Tasse Kaffee oder auch eine herzhafte Erbsensuppe.
 
Ein Erlebnis besonderer Art ist ein Ausritt ins Watt. Seit kurzem ist dies von Pellworm aus möglich und wird von den Reitern begeistert genutzt. Die Ausritte finden in Gruppen unter sachkundiger Leitung statt.
 
Die Flut kommt
Leise kommt sie daher. Und schnell.
Sie läuft über das Watt und treibt kleine Schaumberge vor sich her – sie kommt von allen Seiten, läuft in die Priele und überspült das Watt - ein tief beeindruckendes Naturschauspiel von unbeschreiblicher Schönheit. Wo man eben noch so herrlich wattwandern konnte, glitzert
plötzlich die geschlossene Wasserfläche in der Sommersonne.
 
Am Deich wird die Flut von den Sommergästen schon erwartet. Gibt es doch nichts schöneres, als an einem warmen Sommertag ins kühle Wasser einzutauchen. 

Kulturspuren im Watt
Eine Wattwanderung zu den Kulturspuren untergegangener Siedlungen draußen im Watt ist wie eine Reise in die Vergangenheit.

Wo sich vor hunderten von Jahren blühendes Kulturland befand und Menschen gesiedelt haben, strömt heute die Nordsee im steten Rhythmus der Gezeiten darüber hinweg.
Der Heimatforscher der Insel Pellworm, Hellmut Bahnsen, hat wie kein zweiter das Watt rund um die Insel erforscht und die alten Siedlungsstätten gefunden.
Geführte Wattwanderungen zu den Spuren der Vergangenheit gehören mit zu den Höhepunkten eines Ausfluges ins Wattenmeer rund um Pellworm.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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